Dan Brown: Symbol (Rezension)

August 15, 2010 at 8:22 pm Hinterlasse einen Kommentar

Bibliographische Angabe:

Titel: Das Verlorene Symbol

Originaltitel: The Lost Symbol

Autor: Dan Brown
Erscheinungsdatum (DE): 14.10.2009

Erscheinungsdatum (EN): 15.09.2009
Verlag: Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN: 3-7857-2388-1

Seiten: 768

Vorgänger: Illuminati (2003), Sakrileg (2004)

Inhalt:

Der Harvard-Symbologe Robert Langdon erhält von seinem langjährigen Freund und Mentor Peter Solomon eine Einladung in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Langdon soll bei der diesjährigen Gala der Smithsonian Institution die Grundsatzrede halten.

Doch als Langdon in der National Sanctuary Hall im Kapitol eintrifft, erwarten ihn anstatt eines erwartungsvollen Publikums die abgetrennte Hand Peter Solomons und eine Reihe von Rätseln deren Lösung Langdon sucht um das Leben seines Freundes zu retten.

Eine Jagd um die Legende der Freimaurer-Pyramide beginnt, in der sogar die CIA mitmischt, wenn auch aus ganz anderen Gründen als Langdon.

Der geheimnisvolle Fädenzieher im Hintergrund und Entführer Peter Solomons hat nur ein Ziel vor Augen: so mächtig zu werden wie ein Gott – und die Wandlung ist schon fast abgeschlossen.

Rezension:

Ein herausgeschnittenes Auge, der verstümmelte Leichnam eines alten Mannes und eine abgehackte Hand – das sind die Aufhänger der Trilogie um Professor Langdon. Dan Brown scheint seine Bücher nach einem festen Rezept zu schreiben, dazu braucht er: Einen unmenschlichen Killer der meist nur „Wesen“ oder „Kreatur“ genannt wird,  einen elitären Zusammenschluss von Menschen die unglaubliche Geheimnisse hüten und ordentlich viel Religion und Philosophie (von letzterem platzt „Symbol“ fast, besonders gegen Ende).

Die Gefahren bei einem solchen Rezept liegen leider in Durchschaubarkeit und Abwechslungslosigkeit, welche bei Dan Browns Büchern allerdings bisher noch nicht aufkommen. Deshalb verdient Dan Browns bewährtes Rezept auch noch nach „Symbol“ das vorangestellte Wort „Erfolg“.

Dan Brown hat wieder einmal einen fesselnden und interessanten Thriller erschaffen. Durch das geschickte Vorenthalten von Informationen wird es dem Leser schwer gemacht das Buch einfach wegzulegen, was nicht zuletzt auch den schnellen Szenen- und Positionswechseln zu verdanken ist.

Ähnlich wie in den beiden Vorgängern schafft es der Autor aus einer Vielzahl an Fakten eine schlüssige, erschreckende und mehr oder weniger glaubhafte (gegen Ende verliert die Story leider immer mehr an Glaubhaftigkeit) Reise durch die Vergangenheit der Freimaurer, sowie den Vereinigten Staaten zu kreieren.

Einige negative Aspekte können bei „Symbol“ leider nicht übergangen werden. Das gesamte Buch erstreckt sich über einen Zeitraum von knapp zwölf Stunden, für ein problemloses Verständnis des Geschehens ist es dennoch unvermeidlich zu wissen was vor Langdons Ankunft im Kapitol passiert ist. Der Lesefluss wird somit leider einige Male zu oft durch Rückblenden unterbrochen, von denen einige wiederum die Spannung deutlich steigern, andere jedoch einfach nur uninteressant und unwichtig sind. So hat man vor allem am Anfang das Gefühl sich nicht richtig in das Geschehen hineinversetzen zu können, da man zwischen Vergangenheit und Präsens hin- und hergerissen wird. Zudem spielen die meisten Rückblenden nur einige Stunden vor der eigentlichen Handlung, weshalb man den beschriebenen Tag zeitweise rückwärts erlebt.

Überhaupt hat man das Gefühl, dass die eigentliche Handlung nur die Hälfte des Buches einnimmt. Die andere Hälfte teilen sich Rückblenden und Erklärungen. Diese Erklärungen sind ein fester Bestandteil in Dan Browns Büchern und nicht mehr wegzudenken. Auch „Symbol“ enthält wie seine beiden Vorgänger eine Vielzahl an wichtigen und interessanten Informationen, die das Buch schon gerade deswegen lesenswert machen.

Doch auch hier hat es der Autor an einigen Stellen ein weinig übertrieben. Einige Erläuterungen werden im Laufe der Geschichte mehrmals wiederholt und teilweise hat man als Leser das Gefühl Dan Brown wollte kein einziges seiner Rechercheergebnisse außer Acht lassen und jedes noch so unwichtige Detail in sein Buch einbauen, damit er nichts umsonst recherchiert hat. So fangen einige Kapitel mit der Beschreibung von Gebäuden an die irgendwo in Washington DC stehen.

Es ist nichts Falsches daran solche Informationen in sein Buch einzubauen, doch passt es nicht unbedingt zum Genre „Thriller“ und überhaupt überspringt man als Leser die Stellen meistens, da man gespannt ist wie es weiter geht und es einen nicht interessiert, dass die Orgel in der Washington National Cathedral 10.647 Pfeifen hat.

Wenn Dan Brown wollte dass man sich diese Informationen aufmerksam durchliest, dann hätte er ein weniger spannendes Buch schreiben sollen. Doch dann wäre es fraglich ob überhaupt jemand bis zu dieses Stellen lesen würde.

Fazit:

Wieder einmal hat Dan Brown einen spannenden und vor allem interessanten Thriller geschrieben. Wer sich für die Alten Mysterien, Freimaurer und Verschwörungstheorien interessiert, kommt voll auf seine Kosten – wer mit diese Dingen jedoch nichts am Hut hat wird vielleicht enttäuscht sein.

„Symbol“ ist ein sehr gutes Buch, besser als viele andere Bücher, dem Schriftzug auf der Rückseite des Einbands kann ich jedoch nicht zustimmen: „Robert Langdon ist zurück – und er begibt sich auf eine Jagd, die in der Geschichte des Thrillers ihresgleichen sucht.“

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