The American Dream in Songs

Februar 24, 2011 at 4:39 pm Hinterlasse einen Kommentar

Der American Dream ist ein Thema, mit dem sich in der Musik häufig auseinandergesetzt wird. Als Beispiel habe ich zwei Songs herausgesucht, die den American Dream auf unterschiedliche Weise beleuchten.

Ich interpretiere die nachfolgenden Texte auf Deutsch, es ist einfacher nachzuvollziehen und dauert nicht so lange als wenn ich mir hier stundenlang meine Vokabeln zusammensuche. Auch werde ich hier nicht auf das Reimschema, Metrum oder rhetorische Stilmittel eingehen, die Texte werden lediglich in Bezug zum American Dream gesetzt.

1 Hotel California
1.1 Interpretation
2 America
2.1 Interpretation

1 Hotel California

On a dark desert highway, cool wind in my hair
Warm smell of colitas, rising up through the air
Up ahead in the distance, I saw shimmering light
My head grew heavy and my sight grew dim
I had to stop for the night
There she stood in the doorway;
I heard the mission bell
And I was thinking to myself,
‚This could be Heaven or this could be Hell‘
Then she lit up a candle and she showed me the way
There were voices down the corridor,
I thought I heard them say…

Welcome to the Hotel California
Such a lovely place (Such a lovely place)
Such a lovely face
Plenty of room at the Hotel California
Any time of year (Any time of year)
You can find it here

Her mind is Tiffany-twisted, she got the Mercedes Benz
She got a lot of pretty, pretty boys she calls friends
How they dance in the courtyard, sweet summer sweat.
Some dance to remember, some dance to forget

So I called up the Captain,
‚Please bring me my wine‘
He said, ‚We haven’t had that spirit here since nineteen sixty nine‘
And still those voices are calling from far away,
Wake you up in the middle of the night
Just to hear them say…

Welcome to the Hotel California
Such a lovely place (Such a lovely place)
Such a lovely face
They livin‘ it up at the Hotel California
What a nice surprise (what a nice surprise)
Bring your alibis

Mirrors on the ceiling,
The pink champagne on ice
And she said ‚We are all just prisoners here, of our own device‘
And in the master’s chambers,
They gathered for the feast
They stab it with their steely knives,
But they just can’t kill the beast

Last thing I remember, I was
Running for the door
I had to find the passage back
To the place I was before
‚Relax,‘ said the night man,
‚We are programmed to receive.
You can check-out any time you like,
But you can never leave!‘

Titel: Hotel California

Künstler: Eagles, amerikanische Country-Rock-Band die in den 70er Jahren gegründet wurde

Release: 8. Dezember 1976, auf dem 5. und gleichnamigen Album

Thema: das Ende des American Dream, bzw der American Dream als Albtraum

Inhalt:

–          ein Reisender fährt auf einem abgelegenen Highway und sucht im „Hotel California“ eine Herberge für die Nacht

–          beim Einchecken in das Hotel hört der Reisende Stimmen, die ihn scheinbar willkommen heißen

–          die anderen Gäste scheinen das Leben im Hotel zu genießen, während der Reisende sich von den anderen zu unterscheiden scheint

–          nachdem der Reisende in der Nacht abermals die Stimmen gehört hat, erfährt er von einem Gast, dass sie alle freiwillige Gefangene im Hotel sind

–          nach einem „Festmahl“ im Zimmer des Direktors versucht der Reisende aus dem Hotel zu fliehen, bekommt jedoch von dem Portier gesagt, dass er das Hotel nicht mehr verlassen kann

1.1 Interpretation

Da einige Textstellen mehrdeutig sind und bis heute nicht in ihrer wahren Bedeutung bestätigt wurden, lässt sich der Song nicht vollkommen interpretieren. Trotzdem wird die Kritik am American Dream deutlich.

Im „Hotel California“ wird das negative Bild der amerikanischen Gesellschaft dargestellt. So wird in der dritten Strophe der Materialismus thematisiert. Bei dem Begriff „tiffany“ spuckt die Internet-Suchmaschine zuallererst Amerikas bekanntesten Schmuckhersteller „Tiffany&Co“ aus, nach „Mercedes Benz“ muss man gar nicht erst suchen. Der zweite Vers der dritten Strophe spielt auf die Oberflächlichkeit der Gäste im Hotel California an. Die Formulierung „she calls friends“ in Zusammenhang mit den „pretty, pretty boys“, unterstützen diesen Eindruck noch und offenbaren ein ausschweifendes, womöglich promiskuitives ausschweifendes Leben.

Der Reisende scheint sich durch die Bestellung des Weins (Strophe 4, Vers 2-3) klar von den übrigen Gästen abzuheben, wobei nur vermutet werden kann, dass sich der Reisende mit dem Wein von Alkohol-Exzessen zu distanzieren scheint.

„Some dance to remember, some dance to forget” (Strophe 3, Vers 4) spielt auf den klischeehaften Umgang mit Alkoholismus an. So wird oft gesagt man trinke um zu vergessen. Das „erinnern“ soll lediglich den Versuch verdeutlichen, sich an sein altes Leben zurückzuerinnern.

Der Reisende selbst scheint jedoch auch nicht frei von dieser negativen Seite der Gesellschaft zu sein. So wurde er erst durch den „warm smell of colitas“ auf das Hotel aufmerksam. „Colitas“ werden im Spanischen die Spitzen der Marijuana-Blüten bezeichnet.

Dies ist zugleich die erste Anspielung auf Drogen in dem Song. In die sechste Strophe wird sehr oft Drogenmissbrauch hineininterpretiert. So kann der sechste Vers der Strophe mit heroin in Verbindung gebracht werden.

emnach ist das „Festmahl“ in dem Zimmer des Direktors nichts anderes als ein Treffpunkt der Junkies, was auch die plötzliche Panik des Reisenden erklären würde. Doch als er fliehen möchte wird er von dem Portier aufgehalten. Ihm wird erklärt, dass man zwar auschecken, das Hotel aber nicht verlassen kann. Was beim ersten Lesen paradox klingt, stellt sich als eine weitere Anspielung auf den Drogenkonsum oder den Umgang mit Süchten im Allgemeinen heraus.

Dieser Satz beschreibt den Teufelskreis beim Umgang mit Drogen, man kommt nie gänzlich von ihnen los. Auch wenn man einen Entzug erfolgreich hinter sich hat, wird man immer durch die Drogen gezeichnet sein, innerlich und äußerlich.

Der Reisende wurde von dem Geruch des Joints verführt, kostete von dem Leben im „Hotel California“ und wurde schließlich davon abhängig.

Die anderen Gäste im Hotel scheinen auch von Anfang an eine geschlossene Gemeinschaft zu sein. Das wird einmal unterstützt durch den kollektiven Sing-Sang im Refrain und auch durch die Session im Zimmer des Direktors. Dieser Gemeinschaft haftet das übliche Klischee an, wer einmal dabei war, den lässt man nicht mehr gehen.

Der Song der Eagles beschreibt also die „dunkle“, negative Seite der Gesellschaft. Der American Dream wird nicht als Sprungbrett zum Erfolg dargestellt, sondern als eine Art Droge die Abhängig macht und einen nicht mehr loslässt. In Strophe 3 sieht man, dass zumindest einige der Gäste im Hotel wohlhabend sind. Jedoch wird ihr eichtum in Verbindung mit Oberflächlichkeit und Materialismus gebracht, also die Art von Reichtum, die einen nicht glücklich macht.

Interessant ist auch zu erwähnen, dass der Song 1976 erschien, also in dem Jahr als die USA ihr 200 jähriges Bestehen feierten. man kann den Song also auch als eine Art „ungeschminkte Wahrheit“ oder als das Zeichen zum Ende des American Dream sehen.

Links/ Quellen:

–          deutsche Übersetzung: http://www.hr-online.de/website/radio/hr3/index.jsp?rubrik=55731&key=standard_document_31172912

–          http://www.suite101.de/content/der-songtext-von-hotel-california-a64621

–          http://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_California

2 America

Far, we’ve been traveling far
Without a home
Not without a stars
Free, only want to be free
We huddle close, hang on to a dream
On the boats and on the plans
They’re coming to America
Never looking back again
They’re coming to America

Home, don’t it seem so far away
We’re traveling light today
In the eyes of the storm
In the eyes of the storm
Home, it’s a new and shinning place
Make our bed and we’ll say our grace
Freedom’s light burning warm
Freedom’s light burning warm

Everywhere around the world
They’re coming to America
Everytime that flags unfurled
They’re coming to America
Got a dream to take them there
They’re coming to America
Got a dream they come to share
They’re coming to America
They’re coming to America…
Today, today, today…

My country ‚tis of thee we, today
Sweet land of liberty, today
Of thee I sing, today
Of thee I sing, today..

Titel: America

Künstler: Neil Diamond

Release: 25. April 198, auf dem Album „The Jazz Singer“

Thema: Geschichte der Immigration nach Amerika

Inhalt:

–          Immigranten kommen von weit her mit Booten nach Amerika, dem Land der Freiheit

2.1 Interpretation

Der Song America von Neil Diamond ist, auch wenn man die ständige Wiederholung des Satzes „They’re coming to America“ berücksichtigt, sehr kurz. Trotzdem vermittelt er eine klare Botschaft.

In dem Song werden Personen beschrieben, die sich auf den weiten Weg nach Amerika machen. Diese Personen haben kein zu Hause, dafür eine Hoffnung („without no home, but not without a star“, Vers 2). Die Hoffnung, die natürlich Amerika ist, wird poetisch mit „star“ umschrieben. Der einzige Wunsch der Reisenden ist die Freiheit („free, they want to be free“, Vers 3), die auch wieder Amerika verspricht. Im vierten Vers wird Amerika zur Verdeutlichung noch mit einem Traum gleichgesetzt.

Die erste Strophe offenbart also bereits, dass Neil Diamonds Song einem Lobgesang auf Amerika gleichkommt. Amerika als das „gelobte Land“, ein Traum der wahr wird.

In der zweiten Strophe wird dieser Eindruck noch durch die Phrasen „we’re travelling light today“ und „Home, to a new and shining place“ verstärkt. „Freedom’s light burning warm“ am Ende der zweiten Strophe unterstreicht die Gleichsetzung Amerikas mit einem Land der Freiheit.

Bei diesem Song muss man nicht lange über eine mögliche Bedeutung rätseln. Er ist ein Beispiel für die positive Beschreibung des American Dream. Der Song bezieht sich auf die gewaltigen Immigrationswellen seit ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts. Immigranten aus aller Welt suchten Zuflucht oder ein besseres Leben in den Vereinigten Staaten. Zu genau dieser Zeit wurde auch der American Dream wirklich populär. Amerika als das gelobte Land, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

In der letzten Strophe wird zudem deutlich, dass der Song sich nicht nur auf die Immigration in der Vergangenheit bezieht, sondern auch auf die Situation heute.

Neil Diamonds America gleicht einem Werbeslogan für die USA. Das Land wird angepriesen, der American Dream ist heute wie in der Vergangenheit möglich.

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