The American Dream Then and Now

März 12, 2011 at 5:43 pm 7 Kommentare

1 Wichtige Ausdrücke
2 Entstehung
3 Heutiger Umgang
3.1 Film, Theater, Literatur
3.2 Öffentliche Meinung

1 Wichtige Ausdrücke

from rags to riches: 

bedeutet wörtlich “von Lumpen zu Reichtümern” und steht synonym zu der deutschen Redewendung  “vom Tellerwäscher zum Millionär”

bedeutet sinngemäß, dass jeder Mensch, egal welcher sozialen Schicht er angehört, die Chance hat sich nach ganz oben zu arbeiten

wird oft als Lebensmotto angesehen, teilweise auch verallgemeinert

gibt auf der einen Seite Kraft und Hoffnung, auf der anderen Seite sorgt es für Enttäuschung und Unmut, da es im Umkehrschluss bedeutet „jeder ist selbst Schuld an seiner Lage“

 

pursuit of happiness: 

in der Präambel der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten heißt es: “Life, Liberty and pursuit of Happiness“

einer der bekanntesten Sätze der Unabhängigkeitserklärung und einer der einflussreichsten Sätze in der englischen Sprache

wird als ein unveräußerliches Recht gesehen

der Satz ist Teil des in der Unabhängigkeitserklärung festgelegten Widerstandsrechts

Self-made Man: 

Person, der ähnlich dem Prozess “from rags to riches”, ein sozialer Aufstieg geglückt ist

wird des Öfteren auch im negativen Sinne im Zusammenhang mit „Neureicher“ oder „Emporkömmling“

2 Entstehung

Der American Dream ist eng mit der Geschichte der Immigration verbunden. Daher empfehle ich an dieser Stelle den Artikel über Immigration zuerst durchzulesen.

18. Jahrhundert:

– bereits seit der Gründung der Vereinigten Staaten wirbt das neue Land für sich mit dem Begriff „Empire of Liberty and prosperity“

– besonders im 18. Jahrhundert steht die Idee des American Dream im Zusammenhang mit der Möglichkeit billiges Land in dem neuen Staat zu erwerben und sich darauf eine Existenz aufzubauen

– „for ever imagine the Lands further off are still better than those upon which they are already settled” – Governor von Virginia, 1774

19. Jahrhundert:

– besonders in der Mitte des 19. Jahrhunderts wandern sehr viele Intellektuelle aus Deutschland in die Vereinigten Staaten aus

– die USA ohne einen über alles bestimmenden Herrscher und ohne hierarchische oder aristokratische Strukturen, wurden als ein Land der politischen Freiheit und individuellen Entfaltung gesehen

– „The German emigrant comes into a country free from the despotism, privileged orders and monopolies, intolerable taxes, and constraints in matters of belief and conscience. Everyone can travel and settle wherever he pleases. No passport is demanded, no police mingles in his affairs or hinders his movements….Fidelity and merit are the only sources of honor here. The rich stand on the same footing as the poor; the scholar is not a mug above the most humble mechanics; no German ought to be ashamed to pursue any occupation….[In America] wealth and possession of real estate confer not the least political right on its owner above what the poorest citizen has. Nor are there nobility, privileged orders, or standing armies to weaken the physical and moral power of the people, nor are there swarms of public functionaries to devour in idleness credit for. Above all, there are no princes and corrupt courts representing the so-called divine ‚right of birth.‘ In such a country the talents, energy and perseverance of a person…have far greater opportunity to display than in monarchies.

– deutscher Intellektueller und Einwanderer, 1851

20. Jahrhundert:

– der Begriff „American Dream“ wurde erst 1931 von dem Historiker James Truslow Adams in seinem Buch „The Epic of America“ geprägt

– der American Dream wurde in seiner Bedeutung im 20. Jahrhundert besonders durch den wirtschaftlichen Aufschwung geprägt

– weitere prägende Ereignisse sind die Great Depression (1929-1941) und auch die Prohibition (1919-1932), durch die das organisierte Verbrechen in den Vereinigten Staaten sehr präsent wurde

– eine weitere Bedeutung die dem American Dream im 20. Jahrhundert zukommt, ist der Kampf gegen den Rassismus und Anti-Feminismus, bzw. die Gleichstellung aller Bürger

– „The American Dream is that dream of a land in which life should be better and richer and fuller for every man, with opportunity for each according to ability or achievement. It is a difficult dream for the European upper classes to interpret adequately, also too many of us ourselves have grown weary and mistrustful of it. It is not a dream of motor cars and high wages merely, but a dream of social order in which each man and each woman shall be able to attain to the fullest stature of which they are innately capable, and be recognized by others for what they are, regardless of the fortuitous circumstances of birth or position.

– James Truslow Adams, Auszug aus seinem Buch “The Epic of America”, 1931

Alle Zitate stamen aus der englischen Wikipedia.

Zusammenfassend:

Die Bedeutung des American Dream hat sich in den Jahrhunderten seit der Gründung der USA immer wieder verändert. Die eigentliche Bedeutung, also das Hocharbeiten oder das Erreichen von etwas bestimmten, ist immer ähnlich, jedoch ändern sich im Laufe der Geschichte, geprägt durch bestimmte Ereignisse, immer wieder die unmittelbaren Zusammenhänge:

18. Jahrhundert: Siedlungsgedanke

19. Jahrhundert: politische und individuelle Freiheit

20. Jahrhundert: Bewältigung sozialer Missstände

3 Heutiger Umgang


3.1 Film, Theater, Literatur

Es gibt sehr viele Filme, unterschiedlichen Genres, die den American Dream thematisieren. Dazu kommen eine Vielzahl an Romanen und Theaterstücken, die meist Vorlage für eben jene Filme wurden. Hier eine kleine Übersicht:

Tod eines Handlungsreisenden [Death of a Salesman] (Theaterstück/ Film)

Erscheinungsjahr 1949; 1951; 1961; 1966; 1966; 1968; 1979; 1985; 2000
Genre Drama/ Tragödie
 

Inhalt

Der 63-jährige Handlungsreisende Willy Loman ist besessen von dem American Dream und flüchtet sich aufgrund seines Versagens in der Realität in eine Scheinwelt. 

Sein Sohn hat das Vertrauen in ihn verloren, die beiden führen einen typischen Vater-Sohn-Konflikt.

 

weitere Informationen

Ursprünglich ein mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Theaterstück am Broadway, wurde „Death of a Salesman“ 8 Mal verfilmt. 

Der American Dream wird besonders in der Richtung thematisiert, dass Willy Loman nicht einsieht, dass dieses Ideal in der Realität nicht mehr aktuell bzw möglich ist.

Fear and Loathing in Las Vegas (Roman/ Film)

Erscheinungsjahr 1998
Genre Komödie/ Drama
 

Inhalt

Raoul Duke soll für ein Magazin über ein Motorradrennen bei Las Vegas berichten. Zusammen mit seinem Freund Dr. Gonzo und einem bunten Mischmasch an Rauschmitteln machen sich die beiden auf den Weg in die berüchtigte Stadt um den American Dream zu (er)leben.
weitere Informationen Der Film war im Kino nicht besonders erfolgreich, heutzutage ist er genau wie die Buchvorlage, Kult.

American Dream

Erscheinungsjahr 1961
Genre Komödie
 

Inhalt

Bitte auf Wikipedia zurückgreifen, wer da die Inhaltsangabe gelesen hat wird’s verstehen J

Of Mice and Men (Roman/ Film)

Erscheinungsjahr 1937; 1939; 1948; 1956; 1968; 1992; 2007
Genre Tragödie
 

Inhalt

Die beiden Wanderarbeiter Lennie und George, die unterschiedlicher nicht sein könnten, halten sich mit Jobs auf Farmen am Leben und träumen von einer besseren Zukunft. Der zurückgebliebene Lennie ist für George wie ein Kind um das er sich kümmern muss. Durch seine unbeholfene Art bringt Lennie jedoch George und besonders den Traum von sozialem Aufstieg in Gefahr.
 

weitere Informationen

Die Lektüre gilt als ein typisches Werk des American Dream und wird auch heute noch in Schulen durchgenommen.

América [The Tortilla Curtain] (Roman)

Erscheinungsjahr 1995
Genre politisches Drama
 

Inhalt

im Zentrum der Geschichte stehen zwei Familien. Während die Mossbacher in einer vornehmen Wohnsiedlung leben, ist Candido Rincon mit seiner schwangeren Lebensgefährtin América gerade aus Mexiko geflüchtet. Die beiden illegalen Einwanderer versuchen Arbeit zu finden, doch auf dem Weg zum sozialen Aufstieg erleidet das Paar schwere Rückschläge. 

Während die Mossbacher mit der Zeit die rassistische Einstellung ihrer Nachbarn übernehmen und deren Aktionen gegen Ausländer aktiv unterstützen, kämpfen Candido und América um ihr Überleben.

 

weitere Informationen

Der Roman thematisiert die typischen Erwartungen der illegalen Einwanderer an Amerika. Um den sozialen Missständen in ihrer Heimat zu entgehen fliehen sie nach Amerika , nur um festzustellen, dass es ihnen dort meist noch viel schlechter geht. 

Des Weiteren übt der Roman starke Kritik an der Einstellung der Bevölkerung zu den Hispanics und die Einwanderungspolitik im Allgemeinen.

Mittlerweile findet der Roman immer öfter Einzug in die gymnasiale Oberstufe und auch in das Zantralabitur.

Das Streben nach Glück [The Pursuit of Happyness] (Film)

Erscheinungsjahr 2006
Genre Drama
 

Inhalt

Nachdem Chris Gardner in seinem Beruf als selbstständiger Handelsvertreter keinen erfolg hatte, verlässt ihn seine Frau. 

Seine einzige Chance auf ein besseres Leben bietet ein sechsmonatiges, unbezahltes Praktikum bei einer Investmentbank. Sein Ziel ist es sich gegen die anderen Praktikanten durchzusetzen und die einzige Festanstellung zu bekommen.

In der Zwischenzeit muss er sich selbst und seinen Sohn mit seinem alten Job als Handelsvertreter über Wasser halten. Da er damit jedoch auch weiterhin nicht erfolgreich ist, droht ihm der endgültige soziale Abstieg.

 

weitere Informationen

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. In dem gleichnamigen Buch erzählt der ehemalige Obdachlose Chris Gardner seine Lebensgeschichte und eroberte damit die US-Bestsellerliste. 

Chris Gardner ist eines der wenigen Beispiele in der Realität, die den American Dream nach dem „from rags to riches“-Prinzip lebte.

Natürlich gibt es noch viele weitere Werke die sich mit dem American Dream befassen, die genannten sind jedoch die, meiner Meinung nach, wichtigsten.

Einen weiteren film möchte ich an dieser Stelle dennoch anführen, besser gesagt eine Trilogie.

„Der Pate“, bzw. „The Godfather“, thematisieren nicht primär den American Dream, jedoch wird man immer wieder auf ihn hingewiesen.

Ich empfehle jedem die Eröffnungsszene des ersten Films zu sehen, am Besten auf Englisch. bereits der erste Satz ist etwas was man sich merken sollte wie das berühmte Hamlet-Zitat „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!“:

I believe in America. America has made my fortune.

Besonders durch die Prohibition (1919-1932) ermöglichte dem organisierten Verbrechen seinen unaufhaltsamen Aufstieg, bestes Beispiel ist Al Capone.

Wer sowieso gerne Mafia-Filme sieht, dem empfehle ich dringest sie einmal unter dem Aspekt des American Dream zu betrachten.

Besonders eignen sich dafür die angesprochene Trilogie und „American Gangster“, der auf einer wahren Begebenheit beruht.

Der Weg zum sozialen Aufstieg kann auf verschiedene Weisen interpretiert werden.

Des Weiteren gibt es noch die beiden Filme „American Beauty“ und „The Great Gatsby“, die beide abiturrelevant sind und beide Facetten des American Dream behandeln.


3.2 Öffentliche Meinung

Der American Dream wird in der heutigen Zeit sehr unterschiedlich, aber überwiegend kritisch gesehen. Gründe dafür sind die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich und die zunehmende Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften.

Während zur Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs noch jeder genommen wurde der einen Knopf drücken kann, so sucht man heute nach Managern, Führungskräften und Spezialisten. Jemand ohne Ausbildung kann sich in der heutigen Zeit fast unmöglich nach oben arbeiten.

Aus diesen Gründen werden Personen die an den American Dream glauben also „Träumer“ oder „realitätsfern“ bezeichnet.

Ich habe eine zu diesem Thema eine Umfrage auf Yahoo!Clever erstellt. Die Fragen und Antworten folgen:

 

1. Was haltet ihr vom American Dream?

► Ich denke das es etwas ist was sehr viele Menschen anstreben …aber in manchen Hinsichten schlicht weg einfach …nicht mehr so möglich ist

► Nichts. Es ist ein Inanspruchnehmen aller Ressourcen auf Kosten anderer. Und macht krank.

► Der „American Dream“, ist der fest in der amerikanischen Gesellschaft verankerte Glaube, dass JEDER, durch Fleiss und harte Arbeit zu Reichtum und Wohlstand gelangen kann.

► Davon gibts nichts zu halten, sondern zu wissen: er existierte; er wurde mit den Einwanderen im 19. Jahrhundert geboren und bis ins fruehe 20. Jhdt. sowohl erlebt als gelebt.

► Der amerikanische Traum ist schon lange ausgeträumt, gibt es nicht mehr.

 

2. Glaubt ihr es ist heutzutage noch möglich den American Dream zu leben?

► Ja also ich denke schon, dass noch viele Menschen ihn leben.

► Nein, die Naivität ist kaum noch aufzubringen.

► Einigen wenigen Glueckspilzen war das sicherlich vergoennt.. wenn auch nicht immer auf ganz legalen Weg. Millionen Menschen ist der American Dream aber verwehrt geblieben.. und da musste man oft nur die falsche Hautfarbe, den falschen Glauben, oder falsche Herkunft haben… egal wie hart man arbeitete.

► Nein, das ist nicht moeglich, denn Amerika ist wirtschaftlich am Boden; der Staatsbankrott steht auf der Tuerschwelle.

 

3. Was haltet ihr von Menschen die noch heute an den American Dream glauben?

► Mhh ich würde nicht sagen sie seien einfältig oder einfach von anderen dazu beeinflusst, so gesagt ist es jedem Menschen selbst überlassen an was sie glauben und ich finde es ok und die Menschen die ihn leben wissen warum…und so haben sie ein Ziel.

► Sollen sie doch. Pfffhh!

► Menschen, die heute noch an den „American Dream“ glauben, sind jedem Realismus ferne; die Amerikaner selbst wissen, dass dieser Traum laengst ausgetraeumt ist. Nur einige Europaer, die von dem amerikanischen Staats- und Wirtschaftsgefuege keine Ahnung haben aber stattdessen zu viele Western sehen, glauben noch daran.

 

 

Ihr dürft die Fragen natürlich auch mit einem Kommentar unter diesem Artikel beantworten, ich füge die Antworten dann nachträglich ein.

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1098 Und weiter geht’s!

7 Kommentare Add your own

  • 1. Online Book of Ra Spielen  |  April 3, 2011 um 7:38 pm

    Hammer! Das hätte ich garnicht für denkbar gehalten 😉

    Antworten
  • 2. Tilmann  |  Mai 3, 2011 um 9:11 am

    danke, hat mir echt geholfen 🙂

    Antworten
  • 3. buxde  |  April 16, 2012 um 2:57 pm

    Merci 😉

    Antworten
  • 4. Sibel  |  April 17, 2012 um 12:44 pm

    Du hättest vllt konkrekter auf American Dream then and now eingehen sollen. Das ist ja gerade das wissenswerte .

    Antworten
  • 5. Marleen  |  März 27, 2013 um 9:38 am

    Vielen vielen Dank, eine der besten Seiten zur Abi-Vorbereitung! Weiter so!

    Antworten
  • 6. dummi  |  Oktober 8, 2013 um 2:12 pm

    das ist die schlechtesete seite die ich je gesehen habe

    Antworten
    • 7. dummi  |  Oktober 8, 2013 um 2:14 pm

      scherz natürlich ist sie sehr hilfreich besser als andere muss ich sagen die ich bis jetzt gesehen habe war also nur als scherz gemeint macht weiter so 🙂

      Antworten

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